DigitalisierungProjektmanagement

Digitalisierungsprojekte & Projektmanagement

Digitalisierungsprojekte

Was hat die Digitalisierung mit unternehmerischen Fähigkeiten und sozialen Kompetenzen zu tun? Mehr als man meinen sollte. Zu diesem Schluss kommt zumindest Dr. Matthias Eberspächer nach einer Expertenbefragung, die er in einem seiner neuesten Artikel diskutiert.

 

Um das Original zu lesen, klicken Sie hier: Braucht die digitale Transformation ein neues Projektmanagement und neue Projektmanager? In meinem Blogpost finden Sie nur eine kurze Zusammenfassung des Originals und im folgenden meine Meinung zu dem Thema. 

 

Digitalisierungsprojekte sind eigentlich Digitalisierungsprogramme. Aufgrund ihrer weitreichenden und wenig konkreten Ziele sind digitale Transformationen oft nicht ein Projekt, sondern umfassen gleich mehrere, zusammenhängende Projekte, die gemeinsam ein Programm bilden.

 

Laut Dr. Eberspächer besteht dieses Programm aus drei Phasen:

  1. Ideation
  2. Design
  3. Realization

 

Die sogenannten Digitalisierungsprojekte finden dann innerhalb des Prozessschrittes Design statt. Dr. Eberspächer beschreibt Digitalisierungsprojekte als interaktiv, interdisziplinär und inkrementell. Im Klartext heißt dies, dass digitale Transformationen weniger klare Anforderungen und (am Anfang zumindest) einen ebenso wenig klaren Lösungsweg haben.

 

Die resultierende Komplexität von Digitalisierungsprojekten macht sie entsprechend schwieriger zu planen und zu managen. Das Kompetenzprofil eines Projektmanagers für ein Projekt, das sich mit der digitalen Transformation befasst, ist sehr anschaulich in einer Grafik dargestellt.

 

Die wichtigsten Fähigkeiten?

  • Strategie
  • Kultur und Werte
  • Vielseitigkeit
  • Teamarbeit

 

“ Der ideale Projektleiter ist also quasi ein Unternehmensberater mit sehr guten Sozialkompetenzen. „

 

Ich kann dem Beitrag von Dr. Eberspächer und seinem Aufruf nach einer neuen Projektkategorie für Projekte, die der digitalen Transformationen dienen, nur zustimmen. Dies würde nicht nur dem Training von neuen Projektmanagern zugutekommen wie er so anschaulich darstellt, sondern auch den Umgang mit Kunden im allgemeinen und mit mittelständischen Kunden insbesondere vereinfachen.

 

Die wenigsten Kunden sind sich am Anfang eines Digitalisierungsprojektes bewusst wie komplex es sein kann und dass es sich oft um ein weitreichenderes Problem handelt als vorher angenommen. Und aufgrund der überschaubareren Unternehmensgröße von Mittelständlern, meinen sowohl viele Projektmanager als auch die Firmeninhaber oft, dass „Digitalisierung“ schnell implementiert ist. Dem ist leider nicht so. 

 

Ich finde vor allem den Programmansatz für den Umgang mit Kunden sehr hilfreich. In der Phase der Ideation kann der Projektmanager mit dem Kunden das Programm als Ganzes besprechen und sowohl Ziele als auch Umfang klarer definieren. Dies machen wir am Anfang eines jedes Projektes sowieso, aber es als wirklichen Schritt in die Projekt- bzw. Programmplanung mit aufzunehmen, scheint mir bei der digitalen Transformation eine gute Idee zu sein.

 

In den Gesprächen mit meinen Kunden in dieser Phase ist es schon oft vorgekommen, dass bei dem Hinterfragen der Ziele zu den angefragten Dienstleitungen oft herauskommt, dass es eventuell bessere Lösungsansätze gäbe bzw. die angefragte Dienstleistung im „nicht digitalisierten“ Umfeld des Kunden so gar nicht umsetzbar wäre.

 

Hier geht es also vorrangig darum, die Ziele der Kunden zu verstehen und daraufhin dann mögliche Lösungsansätze vorzuschlagen. In der Design-Phase als auch der Realization-Phase können dann die eigentlichen Digitalisierungsprojekte implementiert und realisiert werden.

 

Was ich hierbei wichtig finde, ist dass es sich innerhalb des Programmes um mehrere Projekte handeln kann, die zusammen das Programmziel unterstützen. Hier besteht also die Möglichkeit verschiedene Projektmanager für verschiedene Projekte innerhalb eines Programmes einzusetzen. Diese können von außerhalb des Unternehmens kommen oder aber Teil des Unternehmens sein.

 

Wichtig ist, dass der Programmmanager das eigentliche Ziel der digitalen Transformation im Auge behält und durch gute Kommunikation den Verantwortlichen innerhalb der einzelnen Projekte klarmacht wie ihr Projekt und ihr Beitrag zum Ziel beitragen.  

 

Was meinen Sie dazu? Finden auch Sie, dass eine neue Projektkategorie für digitale Transformationsprojekte hilfreich wäre? 

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