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Was der Mittelstand von der neuesten Capgemini IT-Trends Studie lernen kann

Capgemini IT-Trends

Capgemini hat vor kurzem die Ergebnisse ihrer neuesten Studie veröffentlicht: Studie IT-Trends 2018. Befragt wurden hierfür 121 CIOs (oder Personen auf einer ähnlichen Geschäftsebene) aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Unternehmen der Teilnehmer erzielen mehrheitlich einen Umsatz von mindestens 500 Millionen Euro pro Jahr.

 

Laut dem Institut für Mittelstandsforschung Bonn „zählt ein Unternehmen zu den KMU, wenn es nicht mehr als 249 Beschäftigte hat und einen Jahresumsatz von höchstens 50 Millionen € erwirtschaftet oder eine Bilanzsumme von maximal 43 Millionen € aufweist.“

 

Die Ergebnisse der Capgemini IT-Trends Studie sind demnach nicht repräsentativ für den Mittelstand. Das heisst jedoch nicht, dass der Mittelstand nichts von dieser Studie lernen kann.

 

Meine Meinung zu einzelnen Ergebnissen der Studie und was der Mittelstand von ihnen lernen kann, finden Sie im Folgenden.

 

IT-Budgets

Die Ausgaben im Bereich IT sind in den letzten Jahren stetig gestiegen. Und die befragten CIOs sehen weiterhin einen Aufwärtstrend was ihre Budgets angeht. Die Hälfte der Befragten gehen von einer erneuten Erhöhung in 2019 aus. Was bedeutet das für den Mittelstand?

 

Auch wenn die Ausgaben proportional geringer sind, sollte der Mittelstand sich darauf einstellen in 2019 mehr für seine IT ausgeben zu müssen. Große Unternehmen haben oft den Vorteil einer eignen IT-Abteilung und noch öfter den Vorteil der Inhouse-Expertise eines CIOs, der dem Geschäftsführer erklärt, was seine Abteilung wofür braucht.

 

Viele kleinere Mittelständler hingegen sind zwar darüber informiert, dass die IT im Zeitalter der Digitalisierung immer wichtiger wird, wissen aber nicht unbedingt wo sie ansetzen können und wo ihre Ausgaben erhöht werden müssen.

 

IT-Budget

 

Meine Empfehlung für die Geschäftsführer im Mittelstand ist deshalb sich zumindest bis zu einem gewissen Punkt selber in die Materie einzuarbeiten. Eine gute Quelle für Informationen ist hier die lokale IHK, die oft Unterlagen zur Verfügung stellt und Seminare zum Thema anbietet. Die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg zum Beispiel stellt auf ihrer Seite eine sehr informative Broschüre zum Thema Innovation und Technologie umsonst zur Verfügung.

 

Des Weiteren wird dort eine ganze Serie von Veranstaltungen zum Thema angeboten: Sprechtage Industrie 4.0 und Digitalisierung. Falls Sie sich in einer anderen Region befinden, schauen Sie doch mal auf der Webseite Ihrer IHK nach. Höchstwahrscheinlich finden Sie dort ähnliche Hilfestellungen zum Thema IT.

 

Eine andere Möglichkeit wäre (wenn auch nur für kurze Zeit) einen Experten hinzu zu holen, der beratend zur Seite steht. Mit einem solchen Experten kann diskutiert werden, ob IT-Budgeterhöhungen sinnvoll sind und vor allem wie sie eingesetzt werden sollten, um das Unternehmen im Wettbewerb mit ihren Mitbewerbern gut dastehen zu lassen.

 

Am besten suchen Sie hier einen lokalen Experten, der gut vernetzt ist und Ihnen auch gleich Anbieter empfehlen kann. Falls Sie sich in der Nähe vom Schwarzwald-Baar Kreis befinden, würde ich mich natürlich über eine Kontaktaufnahme mit uns freuen.

 

Eine gute Quelle um andere Dienstleister zu finden ist zum Beispiel auch diese Webseite: Microsoft Lösungsanbieter.

 

Digitalisierung und IT-Organisation

Die Digitalisierung ist immer noch ein wichtiges Thema. Viele der befragten CIOs geben an, schon viel erreicht zu haben, aber auch, dass noch viel zu tun gibt. Als schwierig wird die Erschließung neuer Geschäftsfelder eingeschätzt.

 

Laut der Studie wird außerdem oft unterschätzt wie wichtig auf der einen Seite der Ausbau der Software-Entwicklungskapazitäten ist und auf der anderen Seite Führungskräfte zu haben, die sich mit dem Thema Digitalisierung auskennen. Das hat natürlich auch seine Auswirkungen auf die IT-Organisation. Laut der Studie rückt immer mehr das Ziel in den Vordergrund,  die Ergebnisse der Digitalisierung zu nutzen anstatt sie nur zu implementieren.

 

Hier kann meiner Meinung nach der Mittelstand punkten. Die Unternehmen sind oft kleiner und Digitalisierung ist meistens Chefsache.

 

Das bedeutet natürlich, dass der erste Schritt vom Geschäftsführer oder Inhaber abhängt. Es bedeutet auch, dass alle Mitarbeiter wissen müssen, wie wichtig es der Unternehmensführung ist, wenn Digitalisierung ein Thema wird.

 

Einmal implementiert, kann der Mittelstand seine Mitarbeiter durch gezielte Workshops oder neuen Methoden im Innovationsmanagement wie zum Beispiel Design Thinking leicht motivieren und die Kultur dahingehend vorantreiben, dass Mitarbeiter für Neues offen sind und vor allem auch selber neue Ideen offen diskutieren.

 

Das kann zu mehr effizienten Prozessen führen oder sogar ganz neue Geschäftsfelder erschließen.

 

Big Data, Sourcing und Cloud

Im Bereich Big Data gab es einen kleinen Anstieg von Projekten in den befragten Unternehmen. Laut der Studie ist jetzt rund jedes vierte Unternehmen in der Lage, ein neues Geschäftsfeld mit Big Data zu erschließen. Aber selbst in diesen großen Unternehmen geschieht die Zusammenarbeit hauptsächlich mit Externen, weil intern die Expertise fehlt.

 

Die Cloud-Nutzung ist fast unverändert. Outsourcing-Anbieter werden weniger genutzt und Cloud-Provider gewinnen an Kunden. Im Gegensatz zu Big Data scheinen die großen Unternehmen also im Bereich Cloud langfristig auf eigene Resources zu setzen, anstatt sich auf Externe zu verlassen.

 

Big Data

 

Der Mittelstand ist hier nach meiner Erfahrung ähnlich aufgestellt – wenn auch teilweise aus anderen Gründen. Mit Big Data hat der Mittelstand noch wenig zu tun, aber ähnlich wie die großen Unternehmen auch, verlässt er sich hier auf Externe.

 

Meiner Meinung nach ist dies für den Mittelstand auch in der Zukunft eine gute Strategie. Big Data Projekte sind sehr speziell, was die geforderte Expertise angeht, so dass man sich auf Experten verlassen muss. Und in einem kleineren Unternehmen gibt es meistens einfach nicht genügend Projekte um einen Mitarbeiter das ganze Jahr lang voll auszulasten.

 

Es macht also Sinn, sich hier auch langfristig auf externe Experten zu verlassen. Outsourcing-Anbieter für die Cloud sind generell für den Mittelstand wenig interessant, weil es sich im Normalfall einfach nicht lohnt. Die Cloud-Provider hingegen sind für den Mittelstand langfristig eine gute Lösung.

 

Mit dem richtigen Provider sind die Daten sicher von überall aus zugänglich. Das macht die Arbeit mobiler und schafft die Möglichkeit, interaktive Projekte zwischen internen Kollegen an unterschiedlichen Standorten auszuführen.

 

Erst vor kurzem haben wir für unseren Kunden THOST Projektmanagement GmbH die Einführung von Office 365 und Skype for Business fertiggestellt, was zu einer verlässlichen Kommunikation und einer guten Zusammenarbeit an den fast 20 Standorten geführt hat.

 

Auf unserer Startseite finden Sie das Testimonial unseres Kunden.

 

Agilität und andere Technologie-Trends

Die befragten CIOs haben in der Studie angegeben, dass in 2017 fast jedes dritte Projekt ganz oder teilweise agil abgewickelt wurde. Fast 45 Prozent der befragten CIOs in der IT-Trends Studie beklagen sich über Schwierigkeiten mit der Agilität.

 

Was genau agiles Projektmanagement ist und was für Methoden dort zum Einsatz kommen, können Sie hier nachlesen.

 

Generell gesagt, ist es flexibler und dynamischer als das klassische Projektmanagement und beinhaltet ein iteratives, inkrementelles Vorgehen. Aufgrund der Vorteile des agilen Projektmanagements, rate ich dem Mittelstand, es auch mehr zu nutzen.

 

Sehr gute Beiträge zu diesem Thema finden Sie unter anderem im ProjektMagazin – Agiles Projektmanagement. Falls Sie es bei sich im Unternehmen implementieren möchten, können wir Sie dabei natürlich auch unterstützen. Melden Sie sich gerne bei uns, falls Sie Fragen hierzu haben.

 

Laut der IT-Trends Studie sind die wichtigsten Technologie-Trends

  • Security-Automation
  • Privacy by Design
  • Predictive Analytics
  • BYOxSecurity
  • Applikations-Portfolio-Rationalisierung &
  • PerimeterSecurity

 

Die im Mai eingetretene Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) war mit Sicherheit ein Grund, warum IT-Sicherheit immer mehr in den Vordergrund rückt. Für den Mittelstand ist die DSGVO natürlich ein wichtiges Thema in 2018 und wird auch in 2019 noch ihre Auswirkungen haben.

 

Fazit

Wie Sie sehen, sind die Ergebnisse der Studie IT-Trends 2018 von Capgemini auch für den Mittelstand sehr interessant.

 

Was sagen Sie dazu? Über Kommentare – ob hier oder auf Twitter – würde ich mich sehr freuen.

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