DigitalisierungInnovationsmanagement

Bottom-Up Entscheidungen unterstützen die effektive Digitalisierung in KMU

Bottom-Up Entscheidungen

Im letzten Artikel haben wir im Detail erklärt wie auch in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sinnvolle Digitalisierungsmaßnahmen durch bestimmte Erfolgsparameter geschaffen werden können. Die gezielte Optimierung der Prozesse und der Arbeitsumgebung sichert den langfristigen Erfolg des Unternehmens. Auch kann man bereits durch einfache Maßnahmen und Optimierungen von der Digitalisierung profitieren. Heute beschäftigen wir uns mit den bottom-up Entscheidungen

 

Keine Optimierung ohne Innovationskultur  

Ein wichtiger Erfolgsparameter der Digitalisierung ist die gelebte Innovationskultur im Unternehmen. Der Grund? Die Mitarbeiter in den einzelnen Abteilungen und Bereichen des Unternehmens kennen die vorhandenen Schwierigkeiten und Verbesserungspotenziale am besten. Ob sie diese Ideen aber mit anderen Mitarbeitern oder ihren Vorgesetzten teilen, hängt nicht unwesentlich von der Unternehmenskultur ab. 

 

Denn Innovation ist eine Mentalität. Innovation kann man nicht befehlen. Sie ist ein Kultur- und Führungsthema. Nur wenn alle erforderlichen Rahmenbedingungen der Unternehmenskultur positiv zusammenspielen, können die Mitarbeiter ihre Innovationspotentiale entfalten und in das Unternehmen einbringen. Die Schaffung einer Innovationskultur im Unterhemen hilft also dabei, Schwierigkeiten und Verbesserungspotentiale aufzudecken und Ideen zur Optimierung zu finden und umzusetzen.  

 

Top-Down vs. Bottom-Up  

In der Unternehmensplanung kann man grob zwischen zwei Arten der Planung entscheiden:

  1. Top-Down &
  2. Bottom-Up

 

In der Top-Down-Planung legt die Unternehmensführung die obersten Ziele fest. Die verschiedenen Unternehmensbereiche berücksichtigen diese Ziele dann in ihren eigenen Plänen. In der Bottom-Up-Planung legen zunächst die Unternehmensbereiche selbst ihre Ziele fest. Diese Ziele werden dann von der Unternehmensführung zusammengeführt und als ganzes beurteilt.  

 

Auch in der IT ist der Bottom-Up-Ansatz immer mehr im Kommen. Durch den gesteigerten Einsatz von agilem Projektmanagement und agilen Methoden wie SCRUM und Kanban, werden Mitarbeiter sowieso immer mehr involviert und ihnen wird mehr und mehr Verantwortung übertragen. Aber manche Firmen gehen noch viel weiter. Bei der Metro zum Beispiel sind es die Mitarbeiter selber, die Bottom-Up die IT-Strategie erarbeiten. Mehr dazu in diesem Artikel von CIO. 

 

Innovationskultur = Top-Down & Innovationen = Bottom-Up 

Es die Aufgabe der Führungsmannschaft die erforderlichen Rahmenbedingungen für eine Innovationskultur zu schaffen (Top-Down), in der die Mitarbeiter Innovationen und Optimierungspotenziale erarbeiten, um diese dem Management zur Entscheidung präsentieren zu können (Bottom-Up) 

 

Durch eine gelebte Innovationskultur und die Einbindung von Bottom-Up-Entscheidungen gewinnt Ihr Unternehmen nicht nur motivierte Mitarbeiter, die den Digitalisierungsprozess vorantreiben, sondern auch einen enormen Anstieg an Dynamik und Anerkennung. 

 

Und da die Mitarbeiter in den verschiedenen Unternehmensbereichen oft genau wissen, welche Prozesse wie optimiert werden können, gewinnt ihr Unternehmen zusätzlich noch an Effizienz. 

 

Voraussetzungen für Bottom-Up Entscheidungen schaffen 

Um die erforderlichen Voraussetzungen für Innovationen und Bottom-Up-Entscheidungen zu schaffen, helfen die folgende Schritte: 

  • Erfassen Sie in einer einfachen Prozessdarstellung wie Sie aktuell mit Verbesserungsvorschlägen, Anregungen und Ideen umgehen. 
  • Erfassen Sie gezielt, wie Sie zukünftig gerne mit dem Thema Innovation, Weiterentwicklung und Optimierung umgehen möchten und setzen Sie hierfür Ziele. Gerne helfen Ihnen unsere Innovationsberater einen Workshop für Ihre Mitarbeiter durchzuführen. 
  • Erarbeiten Sie Kanäle, in denen Ihre Mitarbeiter die Möglichkeit haben einen offiziellen Kommunikationsweg nutzen zu können. 
  • Ermöglichen Sie eine Umgebung, in der Ihre Mitarbeiter kreativ und aktiv an Ideen/ Prozessverbesserungen mitwirken und mit gestalten können. Dies kann zum Beispiel in einem Kreativraum stattfinden. 
  • Zeigen Sie Transparenz und ermöglichen Sie es dem Mitarbeiter zu sehen, nach welchen Kriterien Ideen in Projekten umgesetzt werden. 
  • Fördern Sie als Manager diese Kultur stets in Meetings und motivieren Sie andere diesen Weg einschlagen zu dürfen.  
  • Machen Sie die Zielvorstellung sichtbar: Lassen Sie große Plakate drucken. Somit zeigen Sie, dass es diesen Prozess in der Realität gibt und ermöglichen es den Mitarbeitern sich damit zu identifizieren.
  • Haben Sie mit der sofortigen Erfolgserwartung etwas Geduld. Jede Veränderung benötigt etwas Zeit. 

 

Weitere Tipps zur Einführung oder Verbesserung der Innovationskultur in Ihrem Unternehmen finden Sie in unserem Blogpost „Innovationskultur für den Mittelstand unter die Lupe genommen“. 

 

Optimierung der Prozesse und der Arbeitsumgebung durch Bottom-Up Entscheidungen 

Die Digitalisierung eines Unternehmens kann (und sollte) die Analyse der bestehenden Prozesse und Gegebenheiten beinhalten. So können Unternehmen verhindern, dass ineffiziente analoge Prozesse später genauso ineffizient in ihrem Unternehmen als digitale Versionen weiterleben. 

 

Eine gelebte Innovationskultur und die Förderung von Bottom-Up Entscheidungen kann gerade in KMU die Prozessoptimierung als Teil der Digitalisierung unterstützten. Und das Unternehmen profitiert nicht nur in der Anfangsphase der Digitalisierung eines Prozesses oder eines Unternehmensbereiches davon. Wenn die Unternehmenskultur auch nach der Einführung innovativ bleibt und Mitarbeiter weiterhin dazu aufgerufen sind, sich durch Bottom-Up-Entscheidungen am Unternehmenserfolg zu beteiligen, kann es auch in Zukunft immer wieder zu kleinen und großen Prozessoptimierungen kommen. 

 

Haben Sie ähnliche Erfahrungen in Ihrem Unternehmen gemacht? Oder das Gegenteil erlebt? Wir würden uns freuen, wenn Sie dies in den Kommentaren oder über Twitter mit uns teilen. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.